Helfer-Netzwerk 2018-01-16T19:39:33+00:00

„Helfer-Netzwerk zur Prävention gegen Luchsübergriffe auf Nutztiere“

Der Verein „Luchs-Projekt Pfälzerwald / Vosges du Nord e.V.“  (www.luchs-projekt.org) baut in enger Abstimmung mit dem Luchs-Team der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz ein ehrenamtliches Helfer-Netzwerk auf. Die organisatorische Betreuung übernimmt das NaturErlebnisZentrum Wappenschmiede in Fischbach/ Dahn. Das Helfer-Netzwerk soll Nutztierhalter unterstützen, ihre Tiere gegen Übergriffe durch den Luchs abzusichern. Dies kann in Folge eines gerade erfolgten Übergriffes oder auch als Prävention erfolgen.

 

Hintergrund:

Durch Lebensraumzerstörung und direkte Verfolgung wurde der Luchs in Mitteleuropa bis zum 19. Jahrhundert ausgerottet. Die heutige Akzeptanz für den großen Beutegreifer und die Erholung seiner Lebensräume erlauben inzwischen seine Rückkehr.

Im Rahmen eines von der EU geförderten, sechsjährigen LIFE Projektes (www.luchs-rlp.de) findet eine Wiederansiedlung des Luchses im Biosphärenreservat Pfälzerwald/Nordvogesen statt. Nach umfangreichen Vorbereitungen werden seit Frühjahr 2016 die ersten Luchse im Pfälzerwald freigelassen. Projektträger ist die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU).

 

Nutztierhalter:

Beim Luchs, wie auch bei anderen Wildtieren, kann es auch zu Übergriffen auf Nutz- und Gehegewild kommen. Da diese Übergriffe selten sind und meist nur ein Tier getötet wird, besteht keine Notwendigkeit zur Einführung flächendeckender Präventivmaßnahmen. Zur Förderung der Akzeptanz der Nutztierhalter gegenüber dem Luchs hat das Land den Managementplan zum Umgang mit Luchsen in RLP in Kraft gesetzt. Es trägt somit auf freiwilliger Basis Sorge dafür, dass Nutztierrisse (gemäß der Tierwertermittlung der Landwirtschaftskammer (LWK)) wie auch Folgeschäden (z.B. Zaunschäden), die vom Luchs verursacht wurden oder dieser als Verursacher nicht auszuschließen ist, entschädigt werden. Nach Luchsübergriffen können Anträge auf Schadensregulierung und Präventionsförderung über die SNU (www.snu.rlp.de) erfolgen. Der personelle Mehraufwand der Tierhalter für diese Maßnahmen wird jedoch nicht gefördert. Daher wurde das ehrenamtliche Helfernetzwerk, das von der SNU und dem Luchs-Projekt Pfälzerwald/ Vosges du Nord e.V. gefördert wird, errichtet. Die Betreuung liegt beim NaturErlebnisZentrum Wappenschmiede.

Das Netzwerk soll die Tierhalter beim Um- und Aufstellen von Schutzzäunen und auch im Notfall nach Luchsübergriffen unterstützen.

Nähere Informationen finden sie  hier.

 

 

Ehrenamtliche Helfer:

Das Netzwerk soll sich möglichst flächendeckend über das Biosphärenreservat erstrecken. Durch die verbesserte Schutzwirkung der Zäune sowie die Entlastung der Tierhalter soll die Akzeptanz für Großkarnivoren im Projektgebiet Pfälzerwald gefördert werden. Die ehrenamtlichen Helfer sollen beim Auf- oder Umbau der Weidezäune mithelfen, entweder bei Präventivmaßnahmen oder auch schnellstmöglich im Notfall mithelfen.

Zur Vorbereitung der Zauntrassen stehen ein moderner Hochgrasmulcher sowie ein Transportanhänger zur Verfügung. Die benötigte Schutzausrüstung wie Sicherheitsschuhe, Handschuhe, etc. wird gestellt und die Fahrtkosten können erstattet werden. Zur Einführung in die Geräte sowie zum Austausch untereinander finden regelmäßige Treffen statt. Im Netzwerk können sich aller erwachsenen, körperlich fitten und geländegängigen Personen engagieren.

Wer als Nutztierhalter im Biosphärenreservat Hilfe beim Zaunauf- oder umbau benötigt, wer sich gerne ehrenamtlich als Helfer im Netzwerk engagieren möchte oder Fragen zum Projekt hat, darf sich gerne an folgende Ansprechpartner wenden:

 

Flyer zum Runterladen als PDF: Luchsflyer_2017_web

Ansprechpartner:

Lena Reinhard 

06393-99 34 06 oder info@wappenschmiede.de

 

Karl-Heinz Klein, Vorsitzender Luchs-Projekt Pfälzerwald/ Vosges du Nord e.V.

0160-96 94 95 28 oder k-h.klein@luchs-projekt.org

 

Luchs-Team der Stiftung Natur und Umwelt RLP

06306-91 11 56 oder luchs@snu.rlp.de